mensch
"Wenn ich noch einmal auf die Welt komme, werde ich wieder Gärtner - und das nächste Mal auch noch.
Denn für ein einziges Leben wird dieser Beruf zu groß."  Karl Foerster, Gärtner

Gärtnerin zu sein, ein Wunsch aus Kindheitstagen. Heute in der eigenen kleinen Gärtnerei, die Freude an der eigenständigen Arbeit, das Leben mit den Jahreszeiten und die immer wieder-kehrende Faszination und Begeisterung.

Gärtnerin zu sein - Augen und Seele offen halten
Schneeglöckchen, Narzissen und Tulpen - Märzensonne bringt sie hervor.
Schnittlauch, Petersilie, Kerbel, Pimpinelle und Estragon. Frischen Kräuter für Quark und Soße.
Große Euphorbien an der Südwand. Sind wir doch in England?
Das Leuchten des Mohns und die Vielfalt der Akelei unterm Walnussbaum.
Diese köstlichen kleinen Tomaten,fruchtig und süss von allen sehnsüchtig erwartet.
Rosmarin, Salbei, Thymian, Lavendelblüte. Ein Fest für die Nase oder muss ich doch niesen?
Die Vielfalt der Minzen, so unterschiedliche Düfte und es sind alles Minzen.
Ananssalbei, deren Blüten den grauen November erhellen.
Der Schneeball, der tatsächlich im Winter blüht und auch noch duftet.
Und der Feldsalat, der auch nach langen Frosttagen wieder strotzend vor Vitalität sich erhebt.

Viele Stunden und mehrere Hände (und Pfoten)
Aber es wird auch gesät, pikiert und getopft. Stecklinge werden geschnitten und gesteckt. Es wird gerodet und geteilt, gepflanzt, gegossen und geerntet. Tomaten werden ausgegeizt und hochgebunden. Die Beete werden gehackt und gekrautet. Mit dem Trecker wird gegrubbert und gefräst. Aufträge werden zusammengestellt, geputzt und ausgeliefert.

Bioland Gärtnerei: Stauden, Heilpflanzen, Kräuter

Für all das braucht man viele Stunden und mehrere Hände. In den Vomittagsstunden werde ich tatkräftig unterstützt von zwei Frauen - Marlies und Marlis - aus der näheren Umgebung. In den Semesterferien finden immer wieder Studentinnen den Weg hierher und sind als Unterstützung immer sehr willkommen. Auch der ein oder andere Schüler aus dem Dorf kommt für einige Stunden und bessert in den Ferien sein Taschengeld auf. Nicht zu vergessen, der Hund, ein quirliger Borderterrier, Aspe ist eine richtige Gärtnerhündin, sie ist überall mit dabei. Sei es auf dem Arbeitstisch oder beim Buddeln auf dem Acker. Außerdem ist sie eine ausgezeichnete Mäusefängerin und stellt so manche Katze in den Schatten, allerdings muss man dafür tiefe Löcher in Kauf nehmen, manchmal sogar im Topfquartier.

 
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